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Therapeutische Apherese und extrakorporale Verfahren

Extrakorporale Photopherese (ECP)

Eine etablierte extrakorporale Zelltherapie, die bei ausgewählten immunvermittelten und hämatologischen Erkrankungen eingesetzt wird.

Überblick

Die extrakorporale Photopherese (ECP) ist eine etablierte extrakorporale Zelltherapie, die bei ausgewählten immunvermittelten und hämatologischen Erkrankungen eingesetzt wird.

Bei der ECP wird ein Teil der zirkulierenden weißen Blutzellen der Patientin oder des Patienten mittels Leukapherese gewonnen. Die isolierte Leukozytenfraktion wird extrakorporal mit dem Photosensibilisator 8-Methoxypsoralen (8-MOP) behandelt und anschließend unter kontrollierten Bedingungen mit UV-A-Licht bestrahlt. Die behandelten Zellen werden der Patientin oder dem Patienten danach reinfundiert.

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Ein zellulärer immunmodulatorischer Ansatz

Die biologischen Wirkmechanismen der ECP sind komplex und weiterhin Gegenstand laufender Forschung.

Die aktuelle Evidenz deutet darauf hin, dass die 8-MOP/UV-A-Exposition bei einem Teil der behandelten Lymphozyten den programmierten Zelltod auslöst. Nach der Reinfusion scheinen Wechselwirkungen zwischen diesen Zellen und dem Immunsystem der Patientin oder des Patienten antigenpräsentierende Zellen, die Funktion dendritischer Zellen, die Zytokinsignalgebung und regulatorische T-Zell-Antworten zu beeinflussen.

Diese Mechanismen können zu den klinisch beobachteten immunmodulatorischen Effekten beitragen.

Wichtig ist, dass die ECP nicht einfach wie eine konventionelle systemische immunsuppressive Behandlung wirkt. Sie stellt vielmehr einen eigenständigen extrakorporalen zellulären Ansatz dar, der spezifische Immunprozesse verändern kann.

So funktioniert die ECP

  1. 01Leukozytengewinnung
  2. 02Photosensibilisierung
  3. 03UV-A-Photoaktivierung
  4. 04Autologe Reinfusion

Personalisierte Behandlungsplanung

Die Behandlungsschemata der ECP unterscheiden sich je nach Grunderkrankung, Krankheitsaktivität, Vortherapien, klinischem Ansprechen und den geltenden medizinischen Leitlinien.

Vor der Behandlung ist eine individuelle ärztliche Abklärung erforderlich, einschließlich der Beurteilung der Indikation, des Gefäßzugangs, der hämatologischen Parameter, der Begleitmedikation und relevanter Kontraindikationen.

Das Ansprechen auf die Behandlung sollte systematisch anhand etablierter krankheitsspezifischer klinischer Kriterien beurteilt werden.

Am ICICM werden extrakorporale Verfahren in eine individualisierte medizinische Strategie eingebunden, die auf Diagnose, Krankengeschichte, Laborbefunden und therapeutischen Zielen der Patientin oder des Patienten beruht.

Die Indikation zur ECP wird ärztlich und individuell gestellt. Nicht jede immunvermittelte Erkrankung stellt eine etablierte Indikation für die extrakorporale Photopherese dar, und die Evidenz unterscheidet sich zwischen den Erkrankungen erheblich.

Galerie

Ärztliche Beurteilung vor dem Verfahren

Die Verfügbarkeit eines Verfahrens bedeutet nicht, dass es für jede Patientin und jeden Patienten geeignet ist. Bevor ein Verfahren in Betracht gezogen wird, werden Krankengeschichte, aktuelle klinische Situation, vorliegende diagnostische Informationen und relevante medizinische Faktoren geprüft.

Kein diagnostisches oder therapeutisches Verfahren kann ein bestimmtes klinisches Ergebnis garantieren.